Mülleimer: Unterschiedlich Systeme für unterschiedliche Bedürfnisse

Mülleimer sind heute weit mehr als nur eine unbeliebte Notwenigkeit im Haushalt. Als modernes Wohnelement müssen sie funktionalen und ästhetischen Ansprüchen genügen. Käufer können aus einem breiten Angebot an unterschiedlichen Farben, Materialien, Größen und Bedienmöglichkeiten wählen. Pro Person kann man von mehreren Hundert Kilogramm angefallenem Müll pro Jahr ausgehen. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, Müll zu sammeln und aus dem Haus zu bekommen.

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Unterschiedliche Bediensysteme

Mülleimer mit Schwingdeckel: Ein Schwingdeckel ist die einfachste Variante, um Abfalleimer zu verschließen. Diese sind meist seitlich durch zwei Schrauben befestigt und können von vorne und hinten bedient werden. Sie sind eine gute Wahl für Büro oder Kinderzimmer und können problemlos im Sitzen bedient werden. Das Einwerfen ist einfach, der Schwingdeckel verschließt sich automatisch. Ein Nachteil ist, dass Dinge beim Einwerfen am Deckel kleben bleiben können und kein luftdichter Verschluss erfolgt. Daher eignet sich Mülleimer mit Schwingdeckel besonders für Glas, Papier oder Plastik.

Treteimer: Der Deckel öffnet sich durch einen leichten Fußtritt, eine freie Hand zur Bedienung ist nicht notwendig. Mülleimer dieser Art eigenen sich besonders für Haushalte mit mehr Personen, in denen der Abfallbehälter häufig geöffnet wird. Diese Art von Abfallbehälter bietet sich auch an, wenn Lebensmittelreste zu entsorgen sind. Sie ist hygienisch, da der Deckel möglichst lange sauber bleibt und Hände und Mülleimer nicht miteinander in Berührung kommen.

Touch-Behälter: Hier genügt ein Fingerdruck, um den Deckel zu öffnen. Speziell bei kleineren Müllmengen sind diese sich selbst verschließenden Abfalleimer ideal. Besonders moderne Varianten sind mit einem Bewegungssensor ausgestattet und lassen sich mittels Handbewegung öffnen. Der Deckel schließt nach einigen Sekunden selbstständig und kann auch per Knopfdruck geöffnet werden. Bei solchen Modellen ist allerdings zu bedenken, dass ein Stromanschluss benötigt wird.

Unterschiedliche Materialen

Mülleimer sind meist aus Metall (Edelstahl, Aluminium) oder Kunststoff gefertigt. Bei der Auswahl ist zu beachten, dass Eimer aus Metall grundsätzlich langlebiger und leichter zu reinigen sind sowie durch ihr höheres Gewicht eine höhere Standfestigkeit aufweisen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie, im Gegensatz zu Kunststoffbehältern, keine Gerüche aufnehmen. Mülleimer aus Plastik hingegen sind preislich deutlich günstiger und eigenen sich besonders für Kinderzimmer, da sie aufgrund ihres geringen Gewichtes weniger Verletzungsgefahr bieten und auch in bunten Farben erhältlich sind.

Die richtige Größe finden

Bei der Anschaffung solltest du bedenken, welche Abfallmengen und -arten täglich beseitigt werden sollen. In der Küche fallen normalerweise die größten Müllmengen sowie unterschiedliche Arten von Abfällen an. Hier empfiehlt sich die Anschaffung luftdichter Behälter mit mehreren Kammern, sodass die Küchenabfälle einfach sortiert werden können und keine Geruchsbelästigung entsteht. Biomülleimer sollten keinesfalls zu groß angeschafft werden, da sich bei zu seltener Entleerung rasch Bakterien und Gerüche bilden.

Als Faustregel sollten Mülleimer in der Küche mindestens 15 Liter Fassungsvermögen aufweisen und Behälter im Arbeits- oder Kinderzimmer ungefähr 5 – 10 Liter. Für Kosmetikeimer im Badezimmer sind 3 – 5 Liter Fassungsvolumen ausreichend.

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