Richtig tapezieren – Planen und passend kombinieren

Tapetenreste sind ein Hit beim Neugestalten von Wohnräumen. Aber um Wände eines Raumes komplett damit zu tapezieren, muss genau auf die richtige Rollenanzahl geachtet werden. Auch bei den Materialqualitäten sollte vorher geplant werden, was sich für welches Zimmer am besten eignet.

Tapete aussuchen – aber welche?

Nach Materialien gibt es derzeit auf dem Markt fünf Grundsorten. Papier ist umweltfreundlich, aber wenig strapazierfähig. In Raufaser sind Holzfasern eingearbeitet, die nach Belieben ein späteres Überstreichen dieser Tapete erlauben. Eine haptische Struktur entsteht, wenn auf einer Papiertapete eine aufgeschäumte Schicht aufgebracht ist. Tapeten aus Vinyl oder Kompaktvinyl sind beschichtet und dadurch selbst in Feuchträumen wasserresistent und scheuerbeständig.

Bei Tapeten aus Vlies sitzt auf der Tapete ein einseitig imprägniertes Trägermaterial, das sich durch simple Tapeziermöglichkeit und hohe Stabilität auszeichnet. Besondere Produkteigenschaften sind durch Symbole gekennzeichnet. So bedeuten mehrere Wellenlinien gute Abwaschbarkeit, eine Bürste darunter, dass diese Tapete abgescheuert werden darf. Mit halben, ganzen oder doppelten Sonnensymbolen bzw. einem Plus im Kreis wird die Stärke der Lichtbeständigkeit gekennzeichnet.

Ein Pfeil, ein Balken und mehrere Pfeile von beiden Seiten zeigen, mit welchem Musteranschluss bzw. Versatz gearbeitet werden muss. Neben der weiteren Symbolik mit Spachtel, Pfeil und Balken oder geknicktem dünnen Balken beschreiben die Hersteller, wie sich die jeweilige Tapete später wieder entfernen lässt. Hier gibt es die drei Qualitäten Nass (mit Spachtel), spaltbar (mit dünnem Doppelbalken) oder trocken (mit geknicktem dünnem Doppelbalken).

Tapetenrollen richtig berechnen

Um herauszufinden, wieviel von den Tapeten bei TAPETENMAX® und von anderen Herstellern benötigt wird, muss der Raum ausgemessen werden. Breite, Länge und Höhe des Raumes minus Fenster und Türen werden dafür durch Fünf geteilt. Bei schlichten Tapeten entstehen etwa zehn Prozent Verschnitt, bei Mustern 15 bis 20 Prozent.

Schritt für Schritt richtig tapezieren

  • Schritt Eins: Wand vorbereiten

Alte Tapete wird entfernt. Unebenheiten, Löcher und Risse werden ausgebessert.

  • Schritt Zwei: Raum für das Tapezieren vorbereiten

Das Fenster im Raum wird geschlossen, die Raumtemperatur am besten bei abgeschalteter Heizung heruntergeregelt. Der Tapeziertisch wird aufgestellt, der Kleister nach Packungsvorschrift (besser etwas dicker) angerührt.

  • Schritt Drei: Bahn einkleistern

Mit einem breiten, weichborstigen Pinsel oder dem Kleistergerät wird die erste Tapetenbahn eingekleistert. Je dicker der Kleister, desto dünner wird er bis an die Ränder aufgetragen.

  • Schritt Vier: Tapetenrichtung für die weiteren Bahnen ausloten

Die Bahnen werden mit einem Lot oder der Wasserwaage vertikal ausgelotet. Danach richtet sich der Verlauf aller weiteren Tapetenbahnen.

  • Schritt Fünf: Angeklebte Tapete nachbehandeln

Zum Schluss werden die oberen Ränder mit der Tapetenbürste fest an der Wand angedrückt, die ganze Tapete nach unten glattgestrichen. Kleckse auf der Tapete sollten noch feucht entfernt werden. Falten glätten sich normalerweise beim Trocknen über Nacht.

Fazit

Tapezieren bietet vielseitige Möglichkeiten zur Wandgestaltung. Doch ein guter Plan und ordentliche Vorbereitung sind das A und O für ein optimales Ergebnis. Schritt für Schritt lassen sich jedwede Materialien und Muster lückenlos auf der Wand befestigen.

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