Zirkulationspumpen im Test – Warmwasser sofort nach dem Aufdrehen

Bei vielen zentralen Warmwasseranlagen kommt es hin und wieder mal vor, dass das Wasser eine bestimmte Zeit benötigt, um die passende Temperatur zu erreichen. Eine passende Zirkulationspumpe schafft für dieses Problem Abhilfe. In diesem Ratgeber Artikel erfahren sie alles Wissenswerte zum Thema, sowie einige Tipps und Tricks.

zirkulationspumpe

Was ist eine Zirkulationspumpe?

Bei der Zirkulationspumpe handelt es sich um eine Pumpe, die elektrisch angetrieben wird. Ihre Aufgabe besteht in der Umwälzung des bereits erwärmten Trinkwassers. Infolgedessen wird sichergestellt, dass gleich nach dem Aufdrehen des Wasserhahns warmes Wasser fließt. Ohne eine passende Zirkulationspumpe würde zunächst nur kaltes Wasser fließen.

Funktionsweise

Um kaltes Wasser nach dem Aufdrehen aus dem Weg zu gehen, ist also die Installation einer Zirkulationspumpe erforderlich. Dadurch entsteht ein Kreislauf, der im Warmwasserspeicher beginnt und zunächst durch einen Wassererwärmer führt. Dort angekommen fließt das erwärmte Wasser direkt in die einzelnen Verbraucherstellen wie zum Beispiel einem Duschanschluss. Anschließend fließt das Wasser wieder zurück in den Warmwasserspeicher.

Genau hier beginnt die Zirkulationspumpe zu arbeiten. Sie wälzt das Wasser um, damit die Wärme nicht verloren geht. Aufgrund der Zirkulation gelangt man schneller zu warmen Wasser. Gerade größere Gebäude besitzen oftmals mehrere Zirkulationsstränge. Je nach Situation können einzelne als auch eine Kombination aus mehreren Pumpen zum Einsatz kommen. Um dies umzusetzen, muss das komplette System hydraulisch abgeglichen sein.

Wie auch bei Heizungsanlagen kann es bei Zirkulationssystemen zu Problemen kommen. Leitungen, die einen geringen Strömungswiderstand besitzen, können einen Durchfluss aufweisen. Demzufolge kann die Zirkulation an manchen Stellen zu schwach sein und erfordert extra Pumpen, um das Wasser beim Aufdrehen des Wasserhahns warm zu halten.

Ermittlung der richtigen Temperatur

Um die Zirkulation zu optimieren, sollte die Temperatur richtig eingestellt werden. Hierzu empfiehlt sich ein gutes Mittelmaß. Die Temperatur sollte nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß sein. Gerade bei geringen Temperaturen besteht die Gefahr, dass sich sogenannte Legionellen-Bakterien vermehren. Die Wassertemperatur im Speicher sollte nicht unter 60 Grad liegen.

Es ist nicht notwendig die Zirkulationsleitung den ganzen Tag über mit viel Leistung zu betreiben. Mithilfe einer Zeitschaltuhr lässt sich die Temperatur steuern. Dadurch vermeidet man hohe Vorlauftemperaturen. Erreicht das zurückfließende Wasser eine bestimmte Temperatur, schaltet sich die Pumpe dementsprechend ein. Bei fehlender Wärmedämmung kann es passieren, dass einige Stellen im System nicht die gewünschte Temperatur erreichen. Dies wird vor allem bei der Rückführung des Wassers deutlich.

Energieverbrauch bei einer Zirkulationspumpe

Zirkulationspumpen benötigen beim Verrichten ihrer Arbeit elektrische Energie. In Einfamilienhäusern bewegt sich der Energieverbrauch zwischen 10 und 30 Watt. Modelle aus vergangenen Zeiten können mehr Leistung beanspruchen, da sie eine höhere Zirkulation besitzen. Der Austausch gegen ein aktuelles Modell kann die entstandenen Kosten abdecken. Neue Modelle besitzen oft einen integrierten Thermostat, welcher die Pumpe nach dem Erreichen einer bestimmten Temperatur automatisch abschaltet.

Vor allem an Sommertagen herrschen warme Bedingungen. Zirkulationsleitungen können das Wasser unnötig erhitzen. Der Verlust an Wärme ist jedoch abhängig von der Isolation der Leitungen, der Umgebungstemperatur oder der Temperatur des Warmwassers.

Regelung durch eine Zeitschaltuhr

Mithilfe einer Zeitschaltuhr kann die Heizungsanlage so programmiert werden, dass sich die Pumpe morgens, mittags oder abends von alleine deaktiviert. Die Tageszeiten sind meistens die Zeiten, an denen der Verbrauch an Wasser erhöht wird. Beispielsweise benötigen viele eine Dusche vor der Arbeit oder wollen sich am Abend etwas zu Essen kochen.

Ein Vorteil bei der Verwendung einer Zeitschaltuhr sind die Einsparung an hohen Energiekosten. Nichtsdestotrotz sollte darauf geachtet werden, dass sich die Temperatur nicht unter 60 Grad bewegt. Folge wären sonst die Vermehrung beziehungsweise die Entstehung von Bakterien und Keimen. Beim Kauf ist auf die Leistung der Pumpe zu achten, die sich von Haushalt zu Haushalt unterscheiden kann.

Zirkulationspumpen sind wichtig für die Hygiene beim Trinkwasser

Trinkwasser wird am meisten in den privaten Haushalten genutzt. Aus diesem Grund unterliegt es strengen Kontrollen. Aufgrund längerer Stillstände kann es zur Verkeimung kommen. Die entstehenden Keime beziehungsweise Bakterien können schädlich für die Gesundheit sein. Ein Beispiel sind Legionellen. Sie vermehren sich extrem schnell in stehend warmen Wasser. Die Einatmung von Bakterien können Atemwegserkrankungen hervorbringen.

Durch die Zirkulationspumpen wird deren Vermehrung vermieden, da sie das Wasser ständig umwälzen und somit in Bewegung halten. die Pumpen sorgen nicht nur für schnelles warmes Wasser, sondern schützen auch vor Keime und Bakterien.

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